Konstruktionsprinzip | ARCHIPENDIUM
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Konstruktionsprinzip

Je nach Art eines Bauwerks werden unterschiedliche Fundamente verwendet. Liegt die Last einer Baukonstruktion auf mehreren Punkten, wie beispielsweise im einfachen Skelettbau bei einem Carport oder einer Halle, werden Einzelfundamente benötigt, die auch als Punktfundament bekannt sind. Streifenfundamente sind ein Teil der Gründung und des Bodens, wobei Sie die tragenden Wände, Stützen und Pfeiler aufnehmen und deshalb in Form eines Streifens unter dem Gebäuderand verlaufen, teilweise auch zusätzlich im Zentrum, um dort tragenden Wänden als Basis zu dienen. Plattenfundamente sind immer dann gefragt, wenn hohe Gebäudelasten erwartet werden. Dann wird das Fundament zugleich Boden und bildet eine geschlossene Fläche als unterste Konstruktion bei einem Bauwerk. Sonderformen sind beispielsweise Maschinenfundamente, die so schwer, vibrationsdämpfend und steif sind, dass sie sehr große Maschinen mit hoher Kraftentwicklung aufnehmen können und für einen sicheren Stand sorgen. Beispielsweise Turbinen in einem Kraftwerk aber auch Schiffsmotoren im Maschinenraum eines Frachter oder Kreuzfahrtschiffes.

Bei der Konstruktion ist darauf zu achten, dass die Fundamente tief genug im Erdreich eingelassen werden. Bei kleinen Bauwerken sind in der Regel 80cm ausreichend. Diese Tiefe verhindert, dass sich unter dem Fundament Wasser sammeln kann, was im Winter gefriert, dadurch das Fundament anhebt und so das Fundament und das Gebäude beschädigt. Bei größeren Konstruktionen können für das Fundament mehrere Meter Tiefe notwendig sein, beispielsweise im Kraftwerksbau.

Bei Punktfundamenten, Einzelfundamenten und Streifenfundamenten werden Körbe aus Bewehrungsstahl verwendet, die mit ausreichend Abstand zur Verschalung in diese eingelassen werden, wonach der Beton gegossen und verdichtet werden kann. Fundamente werden in der Regel mit einem Transportbeton der Betonfestigkeitsklasse C 20/25 oder C 25/30 gefertigt.

Bei Plattenfundamenten werden an Lastschwerpunkten Gitterkörbe aus Bewehrungsstahl eingesetzt und zusätzlich werden Gittermatten auf der gesamten zu betonierenden Fläche eingefügt.

Grundsätzlich werden Fundamente bei Regen, Schnee oder Frost nicht betoniert. Außerdem ist es bei Einzelfundamenten wichtig das Erdreich zu prüfen, das an allen Stellen gleich beschaffen sein sollte, um das Absinken einzelner Fundamente zu unterbinden. Plattenfundamente werden generell auf einer dicken Kiesschicht betoniert, die für Frostsicherheit sorgt und ein zusätzlicher Schutz gegen das Eindringen von Wasser ist. Alle Fundamente müssen hoch verdichtet werden und bedürfen der aufmerksamen Nachsorge, damit der Beton gleichmäßig aushärten kann und sich keine Risse bilden.