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Materialien

Für die Pfosten und Riegel werden in der Regel bandverzinkte Stahlrohre genutzt, in denen die Drainage verläuft. Einigen Hersteller bieten diese tragenden Konstruktionselemente mit integrierter Verschraubung an, andere setzen auf ein Einraststystem. Aus profiliertem Aluminium oder Stahl bestehen die Pressleisten, die nach ihrer Montage die Füllelemente aufnehmen.

Als Füllelemente werden je nach architektonisch vorgegebener Gestaltung Bauteile aus Stahlblech, Kunststoff oder Glas verwendet, wobei Glaselemente in der Regel den weit überwiegenden Teil der Füllelemente ausmachen.

Die Glasscheiben werden mindestens als Doppelverglasung, meist aber in Dreifachverglasung verbaut. Dadurch entsteht eine gute Wärmeschutzdämmung und die Sicherheitsbedürfnisse der Bewohner können mit einer Durchschusshemmung von FB4 weitgehend befriedigt werden, ohne das ein Mehraufwand notwendig wird.

Außerdem weisen Pfosten-Riegelfassaden aus dreischichtigem Glas eine Einbruchhemmung der Klasse RC3 auf, womit die dritthöchste Zertifizierung nach DIN EN 1627 bis 1630 erreicht wird, die über dem in Deutschland gebräuchlichen Standard liegt.

Sind für einzelne Fassadenbereiche Füllelemente aus anderen Materialien vorgesehen, kann durch eine geschickte Materialauswahl eine ähnlich hohe Durchschusshemmung erreicht werden, die auch als Splitterschutz bei Explosionen dient.

Einzelne Elemente einer Pfosten-Riegelfassade können mit einfachen Fenstern ausgestattet werden, es können Sonnenschutzsysteme vor der Fassade angebracht oder witterungsgeschützt dahinter installiert werden.

Bei den von außen sichtbaren Profilleisten ist die Materialauswahl überaus vielseitig. Holzprofile können auf Stahlunterträger geschraubt werden, ebenso Kunststoffleisten oder solche aus Edelstahl. Dabei sind inzwischen Profilbreiten von lediglich 50mm möglich, die bei bestimmten Voraussetzungen auf 35mm reduzierbar sind.

Bei den Innendichtungen kommen hochelastische Banddichtungen zum Einsatz, die einfach in den Pressrahmen gesteckt werden. Diese Dichtungen weisen mindestens einen Entwässerungskanal auf, um Kondenswasser abzuleiten und so eine Staunässe zu unterbinden. Es werden Dichtungen mit bis zu drei Entwässerungskanälen angeboten, die übereinander angeordnet sind. Da diese Dichtungen in den Schraubkanal gepresst werden, ist eine exakte Führung vorhanden, durch die Feuchtigkeit effizient abgeleitet wird.