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Decken

Definition

Im Bauwesen wird ein geschlossenes Bauteil als Decke bezeichnet, das in der Regel horizontal verbaut, einen Raum nach oben abschließt. In Süddeutschland und Österreich auch als Plafond bekannt, erfüllen Decken verschiedene Funktionen und können aus unterschiedlichen Materialien oder Materialkombinationen gefertigt sein.

Eine auf Konstruktions- oder Bauzeichnungen abgebildete Decke wird als Deckenspiegel bezeichnet.

Die häufigsten Verwendungsweisen von Decken sind:

  • als Geschossdecke, wobei hier die Decke einen Raum abschließt und für den darüber liegenden Bereich zugleich den Fußboden bildet.
  • als Dachdecke bei Flachbauten, wo die Decke als Witterungsschutz zugleich die Funktion des Daches übernimmt, weshalb diese Decken in der Regel zusätzliche Isolationsschichten gegen Kälte, Hitze und Nässe enthalten.
  • als Schallschutzdecke, die meist als abgehängte Decke unter einer bereits bestehenden Deckenkonstruktion angebracht wird, sodass der Zwischenraum mit schalldämmenden Materialien gefüllt werden kann, beispielsweise zur Trittschalldämmung. Diese abgehängten Decken werden meist in Leichtbauweise errichtet und können auch dazu dienen Installationskanäle aufzunehmen, beispielsweise für Wasserleitungen, Lüftungssysteme oder eine integrierte Deckenbeleuchtung. Als zusätzliche Wärmeisolation sind diese Decken oft in Altbauten mit sehr hohen Räumen zu finden, in denen die Raumhöhe aus Energiespargründen reduziert wurde.
  • als Brandschutzdecken, bei denen besonders feuerwiderstandsfähige Materialien beim Deckenbau eingesetzt werden, zumeist in gefährdeten Räumen.
  • als Bunkerdecken, die tatsächlich im Bau von Bunkern eingesetzt werden aber auch bei Räumen die Explosivstoffe oder gefährliche Chemikalien aufnehmen sollen. Zudem werden Decken dieser Konstruktionsart bei Spezialgebäuden verwendet, beispielsweise im Kraftwerksbau, bei extremen Windkanalanlagen für Forschungszwecke und im Hochsicherheitsbereich von Ministerien oder Schlüsselbehörden. Bunkerdecken bestehen aus einer überaus widerstandsfähigen Betonmischung, Stahlnetzten und sehr viel Bewehrungsstahl höchster Güteklasse.
  • als Zierdecke, die unter einer bestehenden Decke angebracht wird und lediglich der optischen Gestaltung dient. Zierdecken tragen meist Holzkassetten, Stuckelemente, Deckengemälde oder sie werden mit Mosaiken dekoriert.