Natursteinböden | ARCHIPENDIUM
ARCHIPENDIUM von Architekten für Architekten

Natursteinböden

Ganz im Trend des ökologischen Bauens liegen Natursteinböden, die zudem überaus attraktiv gestaltet werden können. Unter einem Natursteinboden werden Bodenbeläge zusammengefasst, deren Hauptbestandteil aus Steinarten bestehen, wie sie in der Natur vorkommen. Die zu verlegenden Steine werden entweder in eine bestimmte Form geschnitten, was zumeist Rechtecke oder Quadrate sind oder lediglich auf eine vorgegebene Materialstärke reduziert, ohne die natürliche Form zu verändern.

Auf diese Weise entstehen hochwertige, besonders attraktive Böden, die einem Mauerwerk oder Parkett ähnlich sind aber auch solche, die in Formen, Bögen oder in freien Design gestaltet werden können. Natursteinböden gelten als edel, hochwertig und überaus langlebig, was beispielsweise durch die vorchristlichen Marmorböden aus dem Römischen Reich zweifelsfrei bewiesen ist.Für Natursteinböden kommen Gesteine wie Marmor, Alabaster, Schiefer, Granit, Sandstein, Tavertin, Quarzit, Travi, Blaustein oder Botticino zum Einsatz. Besonders beliebt sind Natursteinplatten. Die sind als genormte Maßplatten erhältlich, wobei die Oberfläche differieren kann. So sind beispielsweise Sandsteinplatten mit unbehandelter, natürlicher Oberfläche im Außenbereich bevorzugt. Ist die Oberflächenstruktur leicht angeschliffen, um lediglich grobe Unebenheiten zu beseitigen, eignen sich diese Platten für Terrassen oder das Wohnzimmer, wo Sandstein vor dem Kamin besonders gut zur Geltung kommt. Schiefer wird unbehandelt und mit Feinschliff oder hochglänzend poliert angeboten, während Marmor oder Granit fast immer mit einer glatten, polierten Oberfläche erhältlich ist.

Ebenso sind Natursteinböden als Fliesen im Angebot, bei denen genormter Naturstein leicht stumpf und matt aber auch hochglänzend und poliert angeboten wird. Natursteinfliesen sind überdies versiegelt erhältlich.

Die unterschiedliche Oberflächenstruktur wird durch abweichende Bearbeitungsweisen erreicht. Gespaltener Naturstein ist lediglich auf eine bestimmte Form oder Größe gebracht, ohne dass die natürliche Oberfläche bearbeitet wird. Gebürstete Natursteine werden mit Metallbürsten, vorzugsweise aus Stahl bearbeitet. Dabei bleibt die Struktur erhalten, wird aber wesentliche weicher, gefälliger gestaltet. Getrommelte Natursteine werden in einer Trommel mit kleinen Gesteinsbrocken in Rotation versetzt. Dadurch entstehen weiche Oberflächenmulden sowie rundliche Kanten und Ecken. Sandgestrahlte Natursteine sind matt und präsentieren eine porös aussehende Oberfläche. Je nach Körnung sind geschliffene Natursteinplatten unterschiedlich rau und können deshalb auch in Feuchträumen verwendet werden. Überaus glatt sind polierte Natursteine, bei denen die Steinstruktur durch den Glanz besonders intensiv wahrgenommen werden kann, beispielsweise bei Granit, Marmor oder Alabaster.

In der Regel werden Natursteinböden in einem Zementmörtelbett verlegt und können deshalb direkt auf einer Geschossdecke aufgebracht werden.