Sonderformen | ARCHIPENDIUM
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Sonderformen

Unter dem Begriff Sonderfassaden werden im Bauwesen alle Fassadentypen zusammengefasst, die sich aufgrund ihrer abweichenden Bauweise von den üblichen Fassadenkonstruktionen unterscheiden oder aufgrund einer außergewöhnlichen Nutzung besonders sind.

Zu den Sonderfassaden zählen die Trombewand, bei der ein Sonnenkollektor in der Wand installiert wird. Die Äußere Wandschicht besteht aus Glas oder einer Folie, sodass das Sonnenlicht die Kollektoren erreichen und laden kann. Die Kollektoren speichern die kostenfreie Sonnenenergie, um sie nachts an das Haus als Wärme wieder abzugeben.

Metallgewebefassaden werden dann verwendet, wenn die Durchlüftung eines Gebäudes notwendig ist, trotzdem ein weitgehender Witterungsschutz vorhanden sein soll, das Bauwerk dazu aber nicht mit Außenwänden und integrierten Lüftungsanlagen versehen werden soll. Paradebeispiel für diese Anwendung sind Parkhäuser, die mit einer luftdurchlässigen Metallgewebefassade dekorativ verpackt werden können, wobei zugleich eine vollständige Belüftung aller oberirdischen Geschossebenen gesichert ist. Diese Fassadenkonstruktion wird zudem gerne bei Stadien eingesetzt, kann bei Messehallen nützlich sein und ist ideal für Werkhallen, in denen beispielsweise umfangreiche Schweiß- oder Galvanisierungsarbeiten durchgeführt werden.