Bauen im Bestand | ARCHIPENDIUM
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Bauen im Bestand

Bauen im Bestand

Architektur bewegt sich stets im Spannungsfeld zwischen bereits Gebautem und neu zu planenden Bauten. Die Einbeziehung vorhandener Ressourcen kultureller und physischer Art stellt die besondere Herausforderung gesellschaftlicher Art dar. Diese Symbiose von neuem Design und Architektur mit historisch gewachsenen Bauten birgt ein architektonisches Potenzial, das erst in den nächsten Jahrzehnten voll ausgeschöpft werden wird. Die neue Beschäftigung mit der Nutzung alter Bausubstanz als Inspiration und Quelle neuer Ideen für die gebaute Umwelt wird architektonisches und technisches Denken weitgehend neu definieren.
Die Planungsaufgaben reichen von Einfamilienhausum- und weiterbauten bis zu komplexen Umstrukturierungen von mittelalterlichen Bausubstanzen. Die Gegenüberstellung neu/alt oder das Weiterentwickeln von bereits Bestehendem sind Positionsbestimmungen, die jeder Planer selber tätigen muss. Hier definiert jeder Architekt für sich, wie mit dem architektonischen Erbe umgegangen wird. Hochschulen haben das Thema bereits aufgenommen und bieten ganze Ausbildungswege zu Spezialisten im Bauen im Bestand an. Hier ist erkennbar, welchen Stellenwert dieses wichtige und prägende Betätigungsfeld hat. In den realisierten Bauten wird sichtbar, welche kreativen Möglichkeiten im Umgang mit dem Erbe möglich sind.